Supervision hat zum Ziel, die Menschen bei ihrer Arbeit zufriedener zu machen. Da beim Arbeitsplatz sehr unterschiedliche Personen in verschiedenen Hierarchiestufen zusammen kommen, ist es ganz normal, dass Konflikte entstehen. Wenn diese Störungen nicht thematisiert und reflektiert werden, verhärten sich oft die Fronten und statt einer Klärung und Lösung im guten Sinne entstehen schwer zu ertragende Frustrationen, Wutgefühle, Missverständnisse oder sogar Krankheitsfälle, die sich lähmend auf das Unternehmen und auf den Einzelnen auswirken können.

Die Supervision ist ein geschützter Rahmen mit einer neutralen Supervisorin oder einen neutralen Supervisor. Die Teilnehmenden können ihre Interessen, Vorstellungen und Anliegen äussern, ohne mit Sanktionen rechnen zu müssen. Vielleicht macht so eine unbekannte Supervision am Anfang Angst, weil man meint, dass man etwas falsch machen könnte oder weil man befürchtet, dass irgendeine eigene Äusserung später im Personalblatt auftauchen würde. Diese Ängste sind verständlich, können aber beim ersten Gespräch ausgeräumt werden.

Supervision oder Coaching nützt Personen in Führungspositionen. Sie können mit einem neutralen Supervisor oder einer neutralen Supervisorin ihre Konflikte oder Fragen, die die Arbeitssituation bei ihnen auslöst, reflektieren.

Supervision nützt bei Teamentwicklung. Firmen oder Schulen beispielsweise brauchen eingespielte Teams, damit sie ihre Ziele erreichen und wettbewerbsfähig sind. Dafür muss in Gruppen ein entsprechender Prozess eingeleitet werden, denn nicht jede Gruppe ist bereits ein Team.

So kann die Supervision beispielsweise das Ziel der Teamentwicklung haben. In einer Firma müssen vielleicht die Angestellten einer Hierarchiestufe besser kooperieren. Die Ziele, auf die eine Supervision ausgerichtet ist, könnten dann lauten: „Qualität im Service und Kundenfreundlichkeit“, kostengünstige Lagerverwaltung“, „Veränderung der Führungsstruktur“, usw. In einer Schule müssen eventuell die Lehrer ein Gesamtkonzept oder Leitbild erarbeiten; ihre Ziele könnten lauten: „Einbeziehen der Eltern“, „Unterrichtsqualität fördern“, „Herstellen eines guten Teamgeistes“, usw.

Die Supervisorin oder der Supervisor strebt das optimale Funktionieren eines Unternehmens unter Berücksichtigung der menschlich-sozialen Komponenten an. Die Fachperson begleitet und fördert den Prozess der Gesprächskultur.

Supervision nützt! Sie gibt einem Betrieb klare und transparente Ziele und schafft beziehungsfähige und konfliktfähige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die für ihre jeweiligen Aufgaben gut geeignet sind. Hier arbeiten die Menschen mit mehr Berufszufriedenheit.


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UpDate Dr. Chr. Quitzau Schneider: 13.07.2009 - Impressum - Mail an die Verfasserin