Psychoanalyse ist ein Verfahren, das Menschen von den krankmachenden Wirkungen unbewusster Konflikte befreit. Das Vertrackte an unbewussten Konflikten besteht eben darin, dass sie unbewusst sind, d.h. es nützt nichts, „in sich zu gehen“, „nachzudenken“, „ehrlich zu sein“, „sich zusammenzureissen“, oder sich an den Rat des Anderen zu halten, wenngleich dies alles natürlich wichtige Tugenden sind. Man merkt die Störung an den Nebenwirkungen, dann, wenn man sich trotz bester Vorsätze schon wieder im Schlamassel befindet.

Leider gelingt es nicht, allein aus dem Labyrinth herauszufinden; man hat es ja nun schon oft genug versucht. Es sind die eigenen Mechanismen und Anschauungen, vielleicht auch die äusseren Umstände, die einen ins Dilemma führen. Ein grosser Schritt in Richtung Heilung ist das Eingeständnis, dass man es nicht allein schafft. Da der Mensch ein soziales Wesen ist, braucht er den Anderen. Aber Achtung! Dem Patienten werden mehrere Schritte zugemutet. Es ist nicht so, dass nun die Fachperson FSP, insofern sie auch Analytiker oder Analytikerin ist, den Rest übernehmen würde. Die Fachperson lässt sich mit dem Patienten auf einen Prozess ein, der für beide, besonders aber für den Patienten, eine Erhellung bezüglich seiner bewussten und unbewussten Motive bringt. Dies kann sein Verhalten, Denken und Fühlen beeinflussen.

Um diesen Prozess in Gang zu setzen, findet mehr als eine wöchentliche Sitzung statt. Zu Beginn der Behandlung wird besprochen und festgelegt, wie viele Sitzungen sinnvoll und unter den gegebenen Umständen zeitlich und finanziell durchführbar sind.


UpDate Dr. Chr. Quitzau Schneider: 13.07.2009 - Impressum - Mail an die Verfasserin